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Hessische Landesregierung • Presseinformation • 31. August 2009

Würdigung eines herausragenden Engagements für das Gemeinwesen

Großes Bundesverdienstkreuz für Johanna Quandt aus Bad Homburg

„Johanna Quandt ist auf vielen Gebieten eine sehr engagierte Persönlichkeit. Sie gilt als uneigennützig denkende und handelnde Mäzenin, die von der Überzeugung geleitet wird, den wirtschaftlichen Erfolg ihrer Familie mit anderen zu teilen und dem Gemeinwesen zu dienen. Mit ihrem unternehmerischen Wissen, mit einem langen Atem und nicht zuletzt auch mit sehr beachtlichen Mitteln schuf sie die Voraussetzungen für die Gründung verschiedener Stiftungen. Johanna Quandt repräsentiert das Mäzenatentum in vorbildlicher Weise, ohne das heute vieles nicht mehr möglich wäre." Mit diesen Worten würdigte der Hessische Ministerpräsident Roland Koch die Verdienste der Unternehmerin Johanna Quandt aus Bad Homburg, als er ihr heute in der Hessischen Staatskanzlei das vom Bundespräsidenten verliehene Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland überreichte.

Stiftungen nehmen im gemeinnützigen Engagement von Johanna Quandt einen besonderen Platz ein. Im Jahre 1995 gründete sie die „Johanna-Quandt-Stiftung", Bad Homburg v. d. Höhe. Diese Stiftung, bei der sich Johanna Quandt als Vorsitzende des Kuratoriums einbringt, dient der Förderung der volkswirtschaftlichen Bildung. Mit einem Grundlagenseminar „Wirtschaft" fördert die Stiftung die Journalistenausbildung und bereitet Volontäre und junge Redakteure auf die redaktionelle Praxis der Wirtschaftsberichterstattung vor.

Bereits im Jahre 1986 hat Johanna Quandt den Herbert Quandt Medien-Preis gestiftet, mit dem jährlich Journalisten und Publizisten aller Medien ausgezeichnet werden, die sich in anspruchsvoller und allgemeinverständlicher Weise mit dem Wirken und der Bedeutung von Unternehmern und Unternehmen in der Marktwirtschaft auseinandersetzen.

Darüber hinaus gehörte die Unternehmerin von 1987 bis 1998 dem Beirat der Vereinigung von Freunden und Förderern der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main an. Seit 2008 ist sie Mitglied des Stiftungskuratoriums der Goethe-Universität. Bereits seit 1986 unterstützt Johanna Quandt die Arbeit der Frankfurter Krebshilfe und die Klinik für Kinderheilkunde am Klinikum der Universität. Dank ihrer finanziellen Förderung konnte der Neubau des Stammzelltransplantationszentrums zur Behandlung krebskranker Kinder errichtet und im Jahre 2004 eröffnet werden. Hier werden seitdem jährlich über 50 Kinder behandelt, die an Leukämie oder Lymphomen leiden und bei denen eine Chemotherapie versagt. Sie hat durch ihre Unterstützung nicht nur dazu beigetragen, dass sich die Stammzelltransplantation in Frankfurt zu einem wissenschaftlichen und klinischen Schwerpunkt entwickeln konnte, sondern hat sich auch direkt mit den Patienten und auch den Eltern in Kontakt bringen lassen, sich mit ihren Schicksalen auseinander gesetzt und sich persönlich über den Fortgang der Behandlungsmethoden und auch der wissenschaftlichen Ergebnisse informiert. In vielfältiger Weise habe sich Johanna Quandt immer wieder für die Klinik eingebracht und beispielsweise auch die Finanzierung von mehreren Arzt- und Schwesterstellen übernommen.

Bereits 1984 trat die Unternehmerin in den Beirat der gemeinnützigen Hilfsorganisation „Hilfe für krebskranke Kinder e.V." ein. Es sei ihr ausdrücklicher Wunsch gewesen, auf diesem Wege persönlich zur Verbesserung der Heilungschancen bei Krebs im Kindesalter beizutragen und sich darüber hinaus auch für die psychosoziale Unterstützung der Familien mit krebskranken Kindern einzusetzen. An den zahlreichen vom Verein organisierten Veranstaltungen habe Johanna Quandt über viele Jahre hinweg nicht nur als Gast teilgenommen, sondern sich mit ihrer natürlichen Bescheidenheit und Beherztheit auch praktisch beteiligt. Mit großem Enthusiasmus habe sie den kranken Kindern Geschichten vorgelesen und sie nach Möglichkeit in der Kinderkrebsklinik besucht, um die Eltern zu entlasten.

Im Jahr 2006 stiftete die Unternehmerin eine Professur zur Erforschung der Grundlagen der Lebenswissenschaften, die am Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS) angesiedelt und mit insgesamt 3,3 Millionen Euro über einen Zeitraum von zehn Jahren dotiert ist. Das FIAS ist eine fachübergreifende Forschungseinrichtung, an der komplexe naturwissenschaftliche Zusammenhänge in Modellen analysiert werden. Darüber hinaus hat Johanna Quandt der Goethe-Universität im vergangenen Jahr drei Millionen Euro in Form einer unselbständigen Stiftung zugewendet, deren Erträge der Forschung an der Universität und am FIAS zugutekommen sollen. Für ihr bedeutendes Engagement wurde sie im Januar 2006 mit der Ehrensenatorinnenwürde der Universität Frankfurt am Main ausgezeichnet.

Nach der Fusion der Berliner Universitätsmedizin unter dem Dach der Charité gründete Frau Quandt im Jahr 2005 die Stiftung Charité. Ziel der Stiftung ist die Förderung von grundlagen- und anwendungsorientierter Wissenschaft, Forschung und Lehre auf allen Gebieten der Lebenswissenschaften und der Medizin sowie von Reformvorhaben und Entwicklungsmaßnahmen in der universitätsmedizinischen Krankenversorgung am Charité-Universitäts-Klinikum in Berlin. Auch inhaltlich hat sie diese Stiftung wesentlich geprägt sowie kreativ und sachkundig mitgestaltet und engagiert sich in dieser Stiftung als Stellvertretende Vorsitzende.

Eine besondere Rolle im Engagement von Johanna Quandt spiele auch der kulturelle Bereich: So habe sie sich um das sogenannte Sinclair-Haus in Bad Homburg verdient gemacht. Das Gebäude gehört heute der ALTANA Kulturstiftung und ist ein wichtiger Ausstellungsort für moderne Kunst sowie eine Bildungsstätte, in der Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen Wege zur Kunst erschlossen werden.

Seit 1999 ist sie Mitglied im Stiftungsrat der Hessischen Kulturstiftung sowie in verschiedenen Kunstinstituten, Museen und auch bei großen Kunstausstellungen mäzenatisch aktiv. Der Liedwettbewerb „Das Lied - International Song Competition", der Anfang 2009 erstmalig in Berlin durchgeführt wurde, wird auch in den nächsten sechs Jahren durch die finanzielle Unterstützung von Frau Quandt. stattfinden können.

Ihre Kindheit hat Johanna Quandt in Berlin verbracht: Sie besuchte während des Krieges ein Lyzeum in Potsdam und begann nach dem Abitur in Berlin eine Ausbildung zur Medizinisch-Technischen Assistentin, die sie in den Kriegswirren abbrechen musste. Nach dem Krieg arbeitete sie in Köln als Sekretärin eines Bankiers. Mitte der fünfziger Jahre trat sie in das Sekretariat des Unternehmers Dr. Herbert Quandt in Frankfurt am Main ein, den sie im Jahre 1960 heiratete. Sie wurde ihm eine wichtige Stütze und Beraterin. Nach dem Tod ihres Mannes im Jahre 1982 übernahm Frau Quandt führende Positionen in den Aufsichtsräten familiennaher Unternehmen, so etwa bei der Bayerische Motorenwerke AG (BMW) und der Altana AG. Im Jahr 1996 übertrug sie ihre Aufsichtsratsmandate an ihre Kinder.

 

 
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